Weltweite Entfernung von Inhalten, die den Holocaust leugnen

Von Monika Bickert, VP of Content Policy

Heute aktualisieren wir unsere Richtlinien gegen Hassrede und verbieten künftig weltweit* jegliche Inhalte, die den Holocaust leugnen oder verharmlosen.

Organisationen, die Trends im Bereich Hassrede untersuchen, melden eine weltweite Zunahme von Angriffen gegen unterschiedliche Gruppen im Internet. Wir gehen dagegen entschieden vor: Wir haben mehr als 250 rechtsextremen Organisationen verboten, unsere Plattformen zu nutzen und unsere Richtlinien zu QAnon aktualisiert. Weltweit entfernen wir auch regelmäßig andere Organisationen und Individuen und haben allein im zweiten Quartal diesen Jahres 22.5 Millionen Inhalte entfernt, weil sie gegen unsere Hassrede-Richtlinien verstoßen haben. Außerdem haben wir – infolge monatelanger Gespräche mit unabhängigen Experten – kürzlich unsere Richtlinien aktualisiert, um antisemitische Stereotype zu entfernen, die behaupten, dass Juden die Welt kontrollieren würden. 

Unser heutiges Update ist ein weiterer Schritt, um Hass auf unseren Plattformen entschieden zu bekämpfen. Unsere Entscheidung wird durch den gut dokumentierten weltweiten Anstieg von Antisemitismus und dem alarmierenden Level von Unkenntnis über den Holocaust, insbesondere bei jungen Leuten, gestützt. Laut einer aktuellen Studie in den USA glaubt ein Viertel der befragten 18-39 Jährigen, dass der Holocaust ein Mythos sei, übertrieben dargestellt werde oder sie sich nicht sicher sind.

Institutionen, die sich mit Holocaustforschung und Erinnerungskultur beschäftigen, wie z.B. Yad Vashem, heben immer wieder hervor, dass das Wissen um und über den Holocaust eine Schlüsselkomponente zur Bekämpfung von Antisemitismus darstellt. Daher werden wir im Verlauf dieses Jahres Menschen auf glaubwürdige Informationen verweisen, wenn sie auf Facebook nach Begriffen suchen, die mit dem Holocaust oder Holocaustleugnung in Verbindung stehen.

Seit vielen Jahren arbeiten wir weltweit mit Communities zusammen,  um besser zu verstehen, wie sich Hass, einschließlich Antisemitismus, online manifestiert. Wir tauschen uns zum Beispiel regelmäßig mit Organisationen aus, die global an diesem Thema arbeiten, wie dem World Jewish Congress und dem American Jewish Committee, oder einen nationalen oder lokalen Fokus auf jüdische Communities haben. Wir arbeiten auch mit Institutionen und Gruppen zusammen, die Hass und Antisemitismus bekämpfen, wie zum Beispiel das Simon Wiesenthal Center.

Die Durchsetzung dieser neuen Richtlinien wird nicht von heute auf morgen erfolgen können. Es gibt eine ganze Reihe von Inhalten, die gegen die neuen Richtlinien verstoßen und es wird Zeit in Anspruch nehmen, um die zuständigen Teams zu schulen und unsere Systeme anzupassen. 

Wir danken all unseren Partnern für ihren Input und ihre Offenheit.

* In Ländern, in denen Holocaustleugnung illegal ist, wie beispielsweise in Deutschland, blocken wir solche Inhalte bereits seit langem, sobald wir darauf aufmerksam werden.



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