Facebook weitet Faktenprüferprogramm aus: AFP wird Partner in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Weltweit arbeitet Facebook mit mehr als 70 unabhängigen Faktenprüfern zusammen, die über 50 Sprachen abdecken – darunter Nachrichtenagenturen, Medienunternehmen und gemeinnützige Organisationen. Nun stärken wir unser Faktenprüferprogramm in der DACH-Region mit einem neuen Partner: die Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP), die bereits seit 2017 Teil des Faktenprüferprogramms und Facebooks größter weltweit tätiger Partner ist, überprüft ab sofort auch Inhalte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

“Der Beginn unserer Faktenprüfung im deutschsprachigen Raum ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg, die Aktivitäten der AFP im Bereich der digitalen Verifizierung von Fakten international weiterzuentwickeln. Unsere spezialisierten Faktenprüfer werden sich dabei nicht nur auf das bestehende Netzwerk der AFP-Faktenprüfer rund um den Globus verlassen, sondern auch auf die Expertise von Dutzenden von Reportern, die in Deutschland für die AFP tätig sind.” – Yacine Le Forestier, Head of AFP Germany.

In Deutschland ist AFP damit der dritte Partner, der tätig ist, um fragwürdige Nachrichten, Bilder und Videos auf Facebook und Instagram auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen und im Zweifelsfall mit einem Warnhinweis zu versehen. Die Kooperation mit der Deutsche Presse-Agentur GmbH (dpa) besteht seit März 2019, das Recherchebüro Correctiv prüft seit Januar 2017 Falschmeldungen auf Facebook. Im Mai 2020 hat Facebook zudem die Zusammenarbeit mit der dpa auf Österreich und die Schweiz ausgeweitet. Für den deutschsprachigen Raum baut AFP ein eigenes Faktencheck-Team mit lokalen und mehrsprachigen Journalisten in Berlin auf.

“Falschinformationen zu bekämpfen und die Sicherheit auf unseren Plattformen zu gewährleisten hat für uns höchste Priorität. Als mehrsprachige Nachrichtenagentur war Agence France-Presse einer unserer ersten unabhängigen Partner für die Faktenprüfung seit Start des Programms im Jahr 2016. Wir freuen uns daher, mit AFP einen weiteren starken Partner für den deutschsprachigen Raum zu haben, der durch sein umfangreiches Netzwerk und lokales Wissen einen echten Mehrwert bringt.” – Sophie Eyears, Partner Solutions Manager, EMEA News, Media Partnerships bei Facebook.

Verbreitung von Falschinformationen eindämmen

Die Zusammenarbeit mit unabhängigen, externen Faktenprüfern ist ein Schwerpunkt in Facebooks dreistufiger Strategie “Entfernen, Reduzieren, Informieren” zur Bekämpfung von Falschmeldungen auf unseren Plattformen. Sobald ein Beitrag von einem Faktenprüfer als falsch eingestuft wird, wird der Post mit einem entsprechenden Label gekennzeichnet und seine Reichweite auf Facebook und Instagram eingeschränkt. Zudem zeigen wir den Menschen verlässliche Informationen zu dem Thema an. So können sie selbst besser entscheiden, ob eine Quelle oder eine Nachricht als vertrauenswürdig erachtet werden kann. Personen, die diese Inhalte bereits geteilt haben oder dies beabsichtigen benachrichtigen wir und machen sie darauf aufmerksam, dass sie auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft worden sind.

Allein von April bis Juni haben wir zum Beispiel Falschmeldung-Warnungen zu rund 98 Millionen Beiträgen auf Facebook im Zusammenhang mit COVID-19 angezeigt. Aufgrund der Warnhinweise haben sich Nutzer in etwa 95 Prozent der Fälle den ursprünglich ausgewählten Inhalt letztlich nicht anzeigen lassen.

Ein globales Netzwerk von mehr als 70 Partnern 

Alle Programmteilnehmer sind durch das unabhängige International Fact-Checking Network (IFCN) zertifiziert. In den vergangenen Monaten haben wir dieses Programm um zusätzliche Partner und Sprachen erweitert, darunter Reuters in Großbritannien, AFP und dpa in den Benelux-Ländern sowie MyGoPen in Thailand. 

Angesichts der Vielzahl an Inhalten sind der manuellen Überprüfung von Beiträgen durch Faktenprüfer Grenzen gesetzt. Deshalb nutzen wir Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit auch für die Verbesserung unserer automatisierten Systeme. Mithilfe von Machine Learning können Muster so besser erkannt und die Verbreitung von Falschmeldungen nachhaltig eingeschränkt werden.



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